News-Archiv

Girls´Day 2026: Am 23.4. ist es so weit!

Diesen Donnerstag ist es so weit: Girls'Day! Rund 15.000 Angebote mit über 134.000 Plätzen warten darauf, entdeckt zu werden.

Am Girls'Day lernen Mädchen Berufe oder Studienfächer kennen, in denen der Frauenanteil unter 40 Prozent liegt, z. B. in den Bereichen IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik. Oder sie begegnen weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik.

Dass sich das Engagement der Unternehmen und Institutionen lohnt, zeigt die aktuelle Evaluation: 95 Prozent der teilnehmenden Mädchen würden den Girls'Day weiterempfehlen – und 81 Prozent der Unternehmen gewinnen dadurch an Bekanntheit bei jungen Menschen.

Die wichtigsten Infos zum Girls´Day bekommen Sie hier – kompakt und übersichtlich: Girls'Day


Titelseite der think ING. kompakt

17. April 2026

think ING. kompakt: Medizintechnik - Leben retten mit Ingenieur-Know-how

Im Wissenschaftsjahr 2026 dreht sich alles um die „Medizin der Zukunft“. Auch die neue Ausgabe der think ING. kompakt widmet sich dem spannenden Thema Medizintechnik. Bei Philips Healthsystems gibt Ingenieur Shiwas Sherma Einblicke in seine Arbeit. Als Projektmanager optimiert er Prozesse, damit neue Technologien schneller in die Praxis kommen. Ein Blick auf aktuelle Forschungsprojekte zeigt, welche Innovationen schon bald Realität werden könnten. So wird beispielsweise bereits an Impfungen gegen Krebs und intelligenten Prothesen gearbeitet. Im Studi-Interview berichtet Fenja Hanneken, wie ihre Vorliebe für Arztserien ihre Studienwahl beeinflusst hat. Sie studiert Medizintechnik an der HAWK in Hildesheim und findet sowohl die Technik als auch die Möglichkeit, Menschen zu helfen, faszinierend.

Arbeiter in der Industrie

17. April 2026

Seit 2019 fast 300.000 M+E-Arbeitsplätze verloren gegangen

Im Februar 2026 waren nach Zahlen des Statis­ti­schen Bundes­amtes 3,767 Millionen Beschäf­tigte in der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) tätig. Das waren 2,5 Prozent bzw. 97.300 Beschäf­tigte weniger als im Vorjahrs­monat. Im Vergleich zum Januar 2026 gingen saison­be­rei­nigt 10.100 Arbeits­plätze verloren, was den 25. Monats­rü­ck­gang in Folge bedeutete. Seit 2019 sind damit fast 300.000 Arbeits­plätze verloren gegangen.

Gesamt­me­tall-Haupt­ge­schäfts­führer Oliver Zander: „Die Dein­dus­tri­a­li­sie­rung des Standorts Deutschland schreitet weiter voran. In diesem Jahr droht der Abbau von bis zu 150.000 Arbeits­plätzen allein in der M+E-Industrie. Die Bundes­re­gie­rung muss jetzt endlich tief­grei­fende Reformen auf den Tisch legen und darf sich nicht weiter mit kurz­fris­tigen und zeitlich begrenzten Sofort­maß­nahmen begnügen. Denn so bleiben die struk­tu­rellen Heraus­for­de­rungen bestehen, während die Haus­halts­lü­cken immer größer werden. Oberstes Ziel der Politik muss es sein, dass die Unter­nehmen wieder in Deutschland inves­tieren. Nur so können Arbeits­plätze gesichert werden. Damit Industrie Zukunft hat.“

Auch Produk­tion und Neuauf­träge in Deut­sch­lands größter Indus­trieb­ranche waren vor dem Irankrieg unver­än­dert rück­läufig. So gab die Produk­tion im Februar 2026 um 0,4 Prozent zum Vormonat nach, was den dritten Rückgang in Folge bedeutete. Damit lag der Output zu Jahres­be­ginn nur auf dem sehr schwachen Vorjah­res­ni­veau. Der Abstand zum Vorkri­sen­ni­veau von 2018 vergrö­ßerte sich wieder auf minus 15 Prozent. Auch die Neuauf­träge zeigen keine Trend­wende an: Im Februar 2026 sanken diese um 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, nachdem bereits im Januar ein Einbruch von 8,3 Prozent erfolgt war.

Weitere Zahlen und Daten zur Metall- und Elektro-Industrie im aktuellen M+E-Konjunk­tur­be­richt.

Ein Facharbeiter lehrt einen Auszubildenden.

16. April 2026

Duale Berufsausbildung: 2,8 Prozent weniger Neuverträge im Jahr 2025

2025 haben rund 461.800 Auszubildende eine duale Berufsausbildung begonnen, 2,8 Prozent oder 13.300 neue Ausbildungsverträge weniger als 2024. Damit setzte sich 2025 der leichte Rückgang der Neuabschlüsse aus dem Jahr 2024 fort, nachdem in den Jahren 2021 bis 2023 noch leichte Zuwächse zu verzeichnen waren. Bei den Azubis mit neuen Ausbildungsverträgen handelt es sich um diejenigen mit Neuvertrag, die sich zum 31. Dezember 2025 in Ausbildung befanden. Auch 2025 begannen deutlich mehr Männer als Frauen eine duale Berufsausbildung: Dies gilt für rund 295.400 Männer (64 Prozent) und 166.400 Frauen (36 Prozent). In den Ausbildungsbereichen Handwerk und Landwirtschaft war der Männeranteil mit 81 Prozent beziehungsweise 74 Prozent am höchsten. Im Gegensatz dazu war der Frauenanteil in den Ausbildungsbereichen freie Berufe (89 Prozent) und Hauswirtschaft (80 Prozent) deutlich höher. Im Ausbildungsbereich öffentlicher Dienst haben mit 63 Prozent mehr Frauen eine Ausbildung neu begonnen als Männer. Über alle Ausbildungsjahrgänge hinweg befanden sich zum Jahresende 2025 rund 1.207.900 Personen in einer dualen Berufsausbildung. Damit sank die Azubi-Gesamtzahl im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,8 Prozent. 2025 dominierten die Ausbildungsbereiche Industrie und Handel mit 677.100 sowie das Handwerk mit 342.700 Azubis. (Quelle: Destatis)

Füße und Pfeile davor, die in verschiedene Richtungen zeigen

16. April 2026

Abbrüche führen bei Azubis aus benachteiligten Familien zu massiven Einkommensverlusten

Ausbildungsabbrüche haben erhebliche Einkommensverluste zur Folge. Jugendliche, die ihre Ausbildung aufgrund einer anderen attraktiven Ausbildung oder Beschäftigung abbrechen, erzielen in den zehn Jahren nach Abbruch im Durchschnitt etwa die Hälfte des Einkommens vergleichbarer Absolventinnen und Absolventen. Diese Verluste sind sozial stark ungleich verteilt. Das zeigt Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt – und Berufsforschung (IAB), der Unis Bamberg und Bielefeld und des Schwedischen Instituts für Sozialforschung. Der negative Effekt eines Abbruchs konzentriert sich stark auf Jugendliche aus eher benachteiligten Familien. Wenn diese ihre Ausbildung abgeschlossen haben, konnten sie im zehnjährigen Untersuchungszeitraum im Schnitt ein Einkommen von 153.000 Euro erzielen. Bei denjenigen, die ihre Ausbildung abgebrochen haben, beläuft es sich auf lediglich 82.000 Euro. Für Jugendliche aus sozial besser gestellten Familien zeigen sich hingegen keine Einkommensnachteile. „Die Folgen eines Ausbildungsabbruchs hängen auch mit den verfügbaren sozialen Ressourcen zusammen“, so IAB-Forscherin Kerstin Ostermann. Besser gestellte Jugendliche nehmen nach einem Abbruch öfter erneut eine Ausbildung auf, sogenannte Zweite-Chance-Wege. „Bessere Möglichkeiten des Wiedereinstiegs in die berufliche Bildung, eine engere Begleitung beim Übergang in Beschäftigung sowie der Abbau von Zugangsbarrieren zu qualifizierten Tätigkeiten könnten dazu beitragen, die langfristigen Folgen eines Ausbildungsabbruchs zu begrenzen“, folgert IAB-Forscher Alexander Patzina. (Quelle: iab.de)

Schülerinnen und Schüler heben im Unterricht die Hand

26. März 2026

Verbindliche Bildungsziele und datengestützte Unterrichtsentwicklung sind der Schlüssel zur Beendigung der Bildungskrise

Gesamt­me­tall unter­stützt die heute vorge­legten Empfeh­lungen der Ständigen Wissen­schaft­li­chen Kommis­sion der Kultus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (SWK), verbind­liche und messbare Bildungs­ziele politisch fest­zu­schreiben und sie mithilfe flächen­de­ckender, daten­ge­stützter Prozesse der Schul- und Unter­richt­s­ent­wick­lung umzu­setzen. Besonders wichtig ist aus Sicht von Gesamt­me­tall, dass bei Nich­ter­rei­chen dieser Ziele eine gezielte indi­vi­du­elle Förderung jedes einzelnen Schülers sicher­ge­stellt wird. „Grund­lage eines jeden Bildungs­mo­ni­to­rings muss die Einfüh­rung verbind­li­cher, messbarer Bildungs­ziele in allen Bundes­län­dern sein“, betonte Gesamt­me­tall-Haupt­ge­schäfts­führer Oliver Zander. „Denn nur, was man misst, kann man auch verbes­sern. Wir können es uns nicht erlauben, eine weitere Gene­ra­tion durch die Bildungs­krise abzu­hängen. Wir stimmen der SWK ausdrü­ck­lich zu, dass die beste­henden Systeme des Bildungs­mo­ni­to­rings besser inein­an­der­greifen müssen, damit daten­ge­stützte Schul- und Unter­richt­s­ent­wick­lung an allen Schulen möglich wird und die indi­vi­du­elle Förderung jedes einzelnen Schülers gewähr­leistet ist.“

Anlass ist die weiterhin hohe Zahl junger Menschen ohne Schul­ab­schluss sowie der Umstand, dass selbst ein formaler Abschluss häufig keine Ausbil­dungs- oder Studi­en­reife gewähr­leistet. Nach Auffas­sung des Verbands gefährdet diese Entwick­lung die Fach­kräf­te­si­che­rung in der Metall- und Elektro-Industrie und beein­träch­tigt schon jetzt die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Indus­tri­e­stand­orts Deutschland.

Für ein wirksames Bildungs­mo­ni­to­ring seien aus Sicht von Gesamt­me­tall regel­mä­ßige Lern­stand­ser­he­bungen an allen Schulen, schulin­terne Ziel­ver­ein­ba­rungen und eine konti­nu­ier­liche Evalua­tion der Unter­richts­qua­lität uner­läss­lich. Die im Rahmen von Lern­stand­ser­he­bungen und Vergleichs­a­r­beiten erhobenen Daten müssten den evalu­ierten Schulen voll­ständig zur Verfügung stehen. Gleich­zeitig sollten die Ergeb­nisse für die Bildungs­ver­wal­tungen in Ländern und Kommunen trans­pa­rent kommu­ni­ziert werden. Fest­ge­stellter Förder­be­darf müsse unmit­telbar zu klar defi­nierten und konse­quent umge­setzten Förder­maß­nahmen führen.

Das Gutachten der SWK ist hier abrufbar: https://swk-bildung.org/content/uploads/2026/03/SWK_2026_Gutachten_Daten­ges­tu­etzte-Entwick­lung.pdf

Jemand schreibt in einen Notizblock.

19. März 2026

ifo: Berufseinsteiger mit moderner Berufsausbildung verdienen mehr

Durch modernisierte, an den technischen Fortschritt angepasste Ausbildungen, verdienen Berufseinsteiger im Schnitt 3,3 Prozent mehr. Dies zeigt eine neue Studie des ifo Instituts zum Einfluss des technologischen Wandels auf die Berufsausbildung in Deutschland. Wenn Berufsausbildungen an den technischen Fortschritt angepasst wurden, führt dies zudem zu Lohneinbußen bei älteren Fachkräften (55 bis 65 Jahre) von bis zu 10 Prozent. „Berufe haben sich durch den technologischen Fortschritt grundlegend verändert. Nicht nur der Abschluss an sich, sondern die im Ausbildungsplan vermittelten Inhalte sind entscheidend“, sagt ifo-Forscherin Cäcilia vom Baur. Die modernisierten Ausbildungspläne setzten dabei vor allem auf die Vermittlung neuer Fähigkeiten bei Auszubildenden, die Nicht-Routinearbeiten erfordern. „Gerade bei Berufen, die stark vom technologischen Wandel betroffen sind, wurden die Ausbildungsinhalte zwar deutlich häufiger modernisiert, dennoch bleibt der technische Fortschritt in vielen Ausbildungsplänen noch nicht ausreichend berücksichtigt“, sagt vom Baur. Laut Studie blieben etwa 40 Prozent der Ausbildungspläne von Berufen, die in hohem Maße vom technologischen Wandel betroffen sind, auch nach 15 Jahren unverändert. Bei Berufen mit geringer Technologiebetroffenheit sind es sogar rund 70 Prozent. „Auf den technischen Stand abgestimmte Ausbildungsverordnungen können die Löhne für neue Fachkräfte deutlich verbessern. Gleichzeitig wird die Weiterbildung von älteren Fachkräften immer relevanter, damit diese von dem technischen Wandel nicht abgehängt werden“, sagt vom Baur. Die Studie umfasst einen Datensatz von 756 staatlich anerkannten Berufsausbildungen. Die Forschenden verknüpften den Datensatz mit der Entwicklung der US-Patente, die als Indikator für technologischen Fortschritt gelten. Um zu messen, wie stark Ausbildungsberufe von neuen Technologien betroffen sind, vergleicht die Studie die Texte der Ausbildungsverordnungen mit Patenttexten. (Quelle: ifo)

24. Februar 2026

Gutachten: Technikunterricht an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland

Gut ausgebildete Fachkräfte im technischen Bereich sind essenziell für die deutsche Wirtschaft, doch entscheiden sich immer weniger junge Menschen für ein ingenieurwissenschaftliches Studium. Gleichzeitig brauchen alle Kinder und Jugendlichen eine solide technische Bildung, um als mündige Bürger technische Herausforderungen bewältigen zu können. Ein spezifisches Schulfach Technik ist dafür notwendig, so Dr. Wido Geis-Thöne, Autor des Gutachtens  „Technikunterricht an den allgemeinbildenden Schulen in Deutschland", das das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V. im Auftrag der IMPULS – Stiftung für den Maschinenbau, den Anlagenbau und die Informationstechnik erstellt hat. Das Gutachten zeigt, dass der aktuelle Stand ernüchternd ist: Verpflichtender Technikunterricht an Gymnasien existiert erst in sieben Bundesländern, die Stundenumfänge sind meist gering, und in Baden-Württemberg sowie Rheinland-Pfalz fehlt er an allen allgemeinbildenden Schulformen völlig. Thüringen liegt mit durchschnittlich 4,6 Pflicht-Technikstunden bundesweit vorn, während Bremen und das Saarland mit rund einer Stunde das Schlusslicht bilden. Für eine Techniknation wie Deutschland ist dies ein Armutszeugnis – an allen weiterführenden Schulen sollte schnellstmöglich ein substanzielles Pflichtfach Technik mit mindestens drei bis vier Wochenstunden eingeführt werden, begleitet von gezielter Lehrerausbildung und Qualitätssicherung.

01. Februar 2026

think ING Kompakt: Neue Energien

Energiewende? Wir sind dabei! Beim Übertragungsnetzbetreiber Amprion erzählt Justin Dean von seinem Weg – vom Studenten zum Portfolio Manager, der Verantwortung für Planung, Betrieb und Instandhaltung von Stromsystemen hat. Mit seinem Wissen und Können leistet er seinen Beitrag zu einer klimaneutralen Stromversorgung. Da Nachhaltigkeit keine Grenzen kennt, haben wir uns innovative Ansätze und Lösungen in anderen Ländern angesehen. Zusätzlich berichtet Louisa Kreft, wie sie mithilfe des Niedersachsen Technikums ihr Traumstudium entdeckt hat.

Zwei Ingenieurinnen arbeiten an einem Roboter.

28. Januar 2026

Immer mehr Frauen fangen ein MINT-Studium an

Immer mehr Frauen entscheiden sich für ein Studium in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT). 2024 sei mehr als ein Drittel der Erstsemesterstudentinnen in diesen Fächern weiblich gewesen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit stieg der Anteil innerhalb der letzten zehn Jahre um fünf Prozentpunkte auf 36 Prozent auf einen neuen Höchststand. Unter den MINT-Fächern gibt es allerdings deutliche Unterschiede bei der Geschlechterverteilung: Am höchsten war der Frauenanteil laut Statistischem Bundesamt in der Fachrichtung Innenarchitektur mit 87 Prozent. Am niedrigsten war der weibliche Anteil mit zehn Prozent in der Fahrzeugtechnik. (Quelle: Destatis)

MINT-Herbstreport 2025: Weiter Lücken bei MINT-Fachkräften – Zuwanderung bleibt wichtig

Der MINT-Herbstreport 2025 zeigt: Trotz schlechter Konjunktur fehlen in Deutschland weiterhin viele Fachkräfte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Bedarf wird auch in Zukunft weiter steigen, insbesondere in Bezug auf die Entwicklung klimafreundlicher Produkte und Technologien. Die Lücke schließen könnten vor allem internationale Studierende.

Die wichtigsten Fakten aus dem Report des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW):

- Die MINT-Fachkräftelücke ist weiterhin groß: Knapp 150.000 qualifizierten MINT-Arbeitskräfte fehlten im Oktober 2025. Dabei sank die Lücke im Vergleich zum Oktober 2024 um 27,8 Prozent.

- Die größten Engpässe verzeichnet der Report in den Energie- und Elektroberufen mit 53.100 fehlenden Fachkräften, gefolgt von Maschinen- und Fahrzeugtechnik mit 30.000, Metallverarbeitung mit 28.900 sowie Bauberufen mit 25.300.

- Die Metall- und Elektro-Industrie spielt eine zentrale Rolle als Treiber von Zukunfts­tech­no­lo­gien und Inno­va­ti­onen. Laut MINT-Herbstre­port 2025 verfügen knapp 59 Prozent der Beschäf­tigten in der M+E-Industrie über eine MINT-Quali­fi­ka­tion – ein Spit­zen­wert im Bran­chen­ver­gleich. Insgesamt arbeiten rund 2,5 Millionen Menschen mit MINT-Abschluss in der M+E-Industrie.

- Chancen, die Lücke zu schließen, sieht der Report neben Frauen und Älteren vor allem in der Zuwanderung internationaler Studierender, die ein MINT-Studium in Deutschland absolvieren.

- So wuchs die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte im Bereich der Spezialisten- und Akademikerberufe vom vierten Quartal 2012 bis zum ersten Quartal 2025 deutlich stärker als die Beschäftigung deutscher Arbeitskräfte.

- 2022 trugen rund 153.000 internationale MINT-Absolventinnen und -Absolventen, die in Deutschland studierten, 14,6 Milliarden Euro zur Wertschöpfung bei.

- Um dieses Potenzial noch besser zu nutzen, empfiehlt der MINT-Herbstre­port, dass Hoch­schulen und Unter­nehmen gezielt inter­na­ti­o­nale Talente anspre­chen und unter­stützen. Dazu gehören der Ausbau von Sprach­för­de­rung, Praxis­kon­takten und Bera­tungs­an­ge­boten sowie die weitere Verbes­se­rung der Will­kom­mens­kultur und der Rahmen­be­din­gungen für den Berufs­ein­stieg. Gerade vor dem Hinter­grund des demo­gra­fi­schen Wandels und der anhal­tenden Fach­kräf­te­lücke ist die Zuwan­de­rung über die Hoch­schulen ein entschei­dender Hebel, um die Inno­va­ti­ons­kraft und Zukunfts­fä­hig­keit Deut­sch­lands zu sichern.

05. September 2025

Weniger neue Ausbildungsverträge trotz mehr ausländischer Azubis

Trotz deutlich mehr ausländischer Azubis ist die Zahl neuer Ausbildungsverträge in Deutschland im vergangenen Jahr gesunken. Insgesamt wurden 2024 in der dualen Berufsausbildung rund 475.100 Ausbildungsverträge abgeschlossen, wie das Statistische Bundesamt nach endgültigen Ergebnissen mitteilte. Das waren 1,0 Prozent oder rund 4.700 weniger als 2023. Dabei sank die Zahl der von deutschen Azubis abgeschlossenen Neuverträge um vier Prozent, während die von Azubis mit ausländischer Staatsangehörigkeit um 17 Prozent stieg. Besonders häufig schlossen im vergangenen Jahr Personen mit vietnamesischer (7.100), syrischer (6.800) und ukrainischer (5.800) Staatsangehörigkeit einen neuen Ausbildungsvertrag ab. Im Vergleich zum Vorjahr (2023: 1.900) sei bei Ukrainern „nahezu eine Verdreifachung” zu verzeichnen, so die Statistiker. Bei Vietnamesen gab es ein Plus von 2.700. Frauen wählten im vergangenen Jahr am häufigsten den Beruf der Medizinischen Fachangestellten (16.100), dicht gefolgt von der Kauffrau für Büromanagement (15.200) und der Zahnmedizinischen Fachangestellten (12.800). Bei den fünf am stärksten besetzten Ausbildungsberufen männlicher Azubis gab es im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderungen. Auf Rang eins lag weiter der Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker mit 22.700 Neuverträgen. Auf den Rängen zwei und drei lagen Fachinformatiker (15.300) und Elektroniker (14.000). Insgesamt befanden sich zum Jahresende 2024 knapp 1,22 Millionen Personen in einer dualen Berufsausbildung. Davon entfielen mit 56 Prozent die meisten Auszubildenden erneut auf den Bereich Industrie und Handel (688.500), gefolgt vom Handwerk mit 28 Prozent (341.000). Darauf folgten die freien Berufe mit 112.100 Azubis oder neun Prozent sowie der öffentliche Dienst mit drei Prozent (41.500). (Quelle: Statistisches Bundesamt)

05. September 2025

BIBB: Das duales Studium bleibt ein Erfolgsmodell

Der Aufwärtstrend bei dualen Studiengängen setzt sich fort. 2024 waren in der Datenbank „AusbildungPlus“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) 1.824 duale Studiengänge mit 113.526 Studierenden erfasst. Zugleich bieten immer mehr Betriebe Ausbildungsplätze für ein duales Studium an. Stellten die Unternehmen 2004 knapp 18.200 Angebote zur Verfügung, waren es 2024 rund 52.000 Kooperationsangebote. Damit hat sich die Anzahl fast verdreifacht. Eine vergleichbare Entwicklung ist bei den Studiengängen (von 512 auf 1.824) sowie bei der Studierendenzahl (von 40.982 auf 113.526) zu verzeichnen. Zum Stichtag 28. Februar 2024 weist die Datenbank 565 ausbildungsintegrierende Studiengänge und 990 praxisintegrierende Studiengänge aus. Ausbildungsintegrierende Studiengänge bieten in der Regel zwei Abschlüsse, einen Hochschul- und einen Berufsabschluss. Die Fachrichtungen des Ingenieurwesens mit 869 und der Wirtschaftswissenschaften mit 782 Studiengängen stellen die größte Zahl der angebotenen Studiengänge (48 beziehungsweise 43 Prozent der dualen Studienangebote). Besonders nachgefragt sind Studiengänge wie „Verfahrenstechnik“, „Maschinenbau“ und „Wirtschaftsrecht Praxis Plus“. Bei den Kombinationsmöglichkeiten mit Ausbildungsberufen überwiegen die Angebote aus den Berufsfeldern der Elektro- und Informationstechnik, aus Büro und Verwaltung sowie der Installations- und Metallbautechnik. (Quelle: BIBB)

05. September 2025

Unternehmen informieren vor Ausbildung zu wenig

Unternehmen könnten bei angehenden Auszubildenden mit attraktiven Angeboten punkten. Aber viele Firmen erfüllen nach einer gemeinsamen Studie von Bertelsmann Stiftung und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) nicht den Informationsbedarf von potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern. So geben 95 Prozent der befragten jungen Menschen zwischen 14 und 25 Jahren an, dass ihnen Informationen zur Ausbildungsvergütung wichtig sind, wie die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh mitteilte. Demgegenüber stellen aber nur 60 Prozent der befragten Firmen diese vor einem Bewerbungsgespräch auch bereit. Neun von zehn Befragten wünschen sich Informationen über den Ablauf des Bewerbungsverfahrens. Aber auch hier gibt es eine Lücke zwischen dem, was die Firmen bieten und wie sie darüber informieren. Neun von zehn Unternehmen bieten einfache Bewerbungsverfahren an. Aber etwas weniger als die Hälfte informiert die Bewerber dazu vorab. (Quelle: IW)

23. Juli 2025

Veröffentlichen Sie Ihre Stellen in unserem neuen Serviceportal!

In unserem neuen Serviceportal können Mitgliedsunternehmen der Verbände der Metall- und Elektro-Industrie kostenfrei ihre Stellen veröffentlichen. Einmal ausgefüllt, erscheinen diese den zehn M+E-InfoTrucks sowie in bis zu fünf branchenspezifischen Karriereportalen und zwei Apps:

  • zukunftsindustrie.de und die App ME-Berufe
  • think-ING.de und die App think ING.
  • empowergirl.de
  • nordbord.de für Unternehmen in Norddeutschland
  • ausbildungsoffensive-bayern.de für Unternehmen in Bayern

Sie erreichen so rund eine Million potenzielle BeweberInnen pro Jahr für Ausbildung, Praktikum, duales Studium oder weitere Stellen. Das Portal bietet Unternehmen darüber hinaus die Möglichkeit, Kontakt zu potenziellen BewerberInnen aufzunehmen, die über die App ME-Berufe Interesse am Unternehmen oder an einer Ausbildungsstelle signalisiert haben. 

Sie wünschen die Neuaufnahme Ihres Unternehmens? Dann schreiben Sie uns an unternehmen@zukunftsindustrie.de. Sie sind bereits registriert? Dann loggen Sie sich hier ein: Serviceportal für M+E-Unternehmen


02. Mai 2025

think ING. kompakt "Duales Studium"

Für alle, die studieren und gleichzeitig bereits Arbeitserfahrung sammeln möchten, könnte ein duales Studium interessant sein. In der neuen Ausgabe des Magazins "think ING. kompakt" erzählt Nick Winter von seinem dualen Ingenieurstudium "Mechatronische Systeme" und den Vorteilen dieser Studienart. Die kompakt fasst außerdem zusammen, was es zum dualen Studium zu wissen gibt, wie die Bewerbung abläuft und wie man an freie Stellen kommt. 

Eine junge Frau und ein junger Mann schauen auf einen Laptop.

30. April 2025

Obwohl Fachkräfte fehlen, haben immer mehr junge Menschen keine Ausbildung

Immer mehr junge Erwerbspersonen haben keine Berufsausbildung. Das zeigen aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit. Obwohl Arbeitskräfte in Deutschland in den vergangenen Jahren knapper geworden sind, ist der Anteil der Erwerbspersonen ohne abgeschlossene Berufsausbildung bei den 20-34-Jährigen zwischen 2013 und 2024 um 3 Prozentpunkte auf 13 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung scheint zum Teil durch strukturelle demografische Veränderungen hin zu Bevölkerungsgruppen mit höheren Anteilen an nicht formal Qualifizierten erklärbar, etwa infolge der starken Zuwanderung. Sie lässt sich dadurch allerdings nicht ausschließlich erklären, denn auch unter Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit steigt die Quote. Angesichts der Arbeitsmarktengpässe gilt es, alle Potenziale zu heben – also sicherzustellen, dass weniger Menschen ohne Ausbildung bleiben. Dabei kommt es auf einen Maßnahmenmix an. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau der Berufsberatungsangebote, niederschwellige, auch berufsbegleitende Qualifizierungsangebote oder erleichterte Qualifizierungs- und Kompetenzanerkennung für Zugewanderte. (Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit)

17. März 2025

ExpertInnen für Mikrotechnologie

MikrotechnologInnen sind die Macher der Zukunft! Sie stellen winzige Chips und Sensoren her, die in Smartphones, Autos, Medizintechnik und Solarenergie stecken. Ihr Arbeitsalltag ist genauso vielfältig wie ihre Produkte: Sie richten Hightech-Anlagen ein, ätzen Wafer (dünne Siliziumscheiben) und testen Bauteile. Dabei arbeiten sie oft im Reinraum und können ihr Wissen in den unterschiedlichsten Branchen einbringen. Von der Halbleiterindustrie über die Automobilindustrie bis hin zur Medizintechnik. Für die Ausbildung geeignet sind SchülerInnen, die sich für Naturwissenschaften und Technik interessieren und Fingerspitzengefühl, gute Augen und Konzentrationsfähigkeit besitzen. 

Junge Frau arbeitet mit Wasserwaage

22. Januar 2025

Viele Jugendliche könnten schneller in Ausbildung

Mit individueller Unterstützung und einem größeren Angebot könnten viele Jugendliche einer Studie zufolge früher eine Ausbildung beginnen, statt erst Praktika und Kurse zu belegen. Das ergab eine bundesweite Befragung unter Fachkräften, wie die beauftragende Bertelsmann Stiftung mitteilte. Jährlich nehmen demnach fast 250.000 Jugendliche eine staatlich geförderte Maßnahme wahr, weil sie keinen Ausbildungsplatz finden. Ein großer Teil von ihnen wäre mit den passenden Angeboten laut Studie in der Lage, direkt eine Ausbildung aufzunehmen. Fast 70.000 Ausbildungsplätze blieben in Deutschland 2024 unbesetzt, hieß es. Und zugleich nahm fast eine Viertelmillion Jugendlicher eine Maßnahme wie etwa ein Betriebspraktikum auf, weil sie nach der Schule keine Lehrstelle fanden oder ihnen wichtige Kompetenzen fehlten.

Mehrheit der Unternehmen hat Schwierigkeiten bei Suche nach Azubis

21. Januar 2025

Mehrheit der Unternehmen hat Schwierigkeiten bei Suche nach Azubis

67 Prozent der Industrieunternehmen hatten im vierten Quartal 2024 Schwierigkeiten beim Besetzen der Ausbildungsplätze. Das ist das Ergebnis einer ifo-Personalleiterbefragung. Die Hauptgründe: Nicht genug Bewerbungen oder nicht ausreichend qualifizierte Bewerbende. Besonders kleinere Betriebe haben oft Schwierigkeiten, geeignete Auszubildende zu finden. Im Vergleich der Wirtschaftsbereiche wurden in der Industrie jedoch mit 28 Prozent am häufigsten zusätzliche Lehrstellen geschaffen. Nur 15 Prozent der Unternehmen sprachen davon, im laufenden Jahr keine neuen Ausbildungsplätze anzubieten. Etwa 76 Prozent der befragten Industrieunternehmen bewerteten die Qualität ihrer Azubis als „gut“. Der Anteil von Haupt- und Mittelschulabgängern ist in der Industrie im Durchschnitt am höchsten (32 Prozent), 20 Prozent haben Abitur.

13. Dezember 2024

Stagnation auf dem deutschen Ausbildungsmarkt

Die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge ist in 2024 wieder leicht zurückgegangen. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wurden zum 30. September 486.700 duale Ausbildungsverträge neu geschlossen, 2.500 weniger als im Vorjahr und immer noch 38.300 weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019. Ein Problem bleibt laut BIBB, dass viele Betriebe und Interessenten aus verschiedensten Gründen nicht zusammenfinden. 70.400 Bewerber hatten zum Stichtag noch keine Lehrstelle gefunden. Dem standen 69.400 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber. 

Junger Industriemechaniker bei der Arbeit an einer Maschine

18. September 2024

Azubis im Maschinenbau dringend gesucht

Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres bleiben im deutschen Maschinenbau viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Grund sei der Mangel an qualifizierten BewerberInnen, teilte der Branchenverband VDMA in Frankfurt mit. Nur knapp jedes zweite Unternehmen habe alle Ausbildungsplätze besetzen können, heißt es in einer VDMA-Umfrage, an der 436 Mitgliedsfirmen Anfang September teilnahmen. Nur 36 Prozent gaben darin an, fast alle Plätze besetzt zu haben. Jedes vierte Unternehmen erklärte, es würde mehr Ausbildungsplätze anbieten, wenn es mehr qualifizierte BewerberInnen gäbe. Der stellvertretende VDMA-Hauptgeschäftsführer Hartmut Rauen sagte: „An den Schulen müssen Angebote zur Berufs- und Studienorientierung ausgebaut und intensiviert werden.” Zudem brauche die Techniknation Deutschland ein verpflichtendes Schulfach Technik.

Cobot errichtet zusammen mit Schülerin ein kleines Gebäude.

16. September 2024

Tech-Feeling im Schloss Bellevue

Mut machende Botschaften und Hightech zum Ausprobieren: Dies gab es am 14. September beim Bürgerfest im Berliner Schloss Bellevue. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte den Einsatz Ehrenamtlicher, „weil sie besonders gute Ideen haben oder weil sie mit ihrer Mitmenschlichkeit, Leidenschaft und Tatkraft Berge versetzen können.“ Wer mit Hightech einige Bauelemente versetzen wollte, konnte dies sogleich im Besucherzelt des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall tun: Die Challenge lautete, zusammen mit einem Cobot ein kleines Gebäude zu errichten - und viele Kids nahmen sie an. Großen Andrang fanden auch das Augmented-Reality-Exponat der Firma Sennheiser sowie der spektakuläre M+E-InfoTruck. Er bietet faszinierende Berufsinformation auf zwei Geschossen und ist für Schulen kostenfrei buchbar. Mit an Bord: der Cobot! 


Industriemechaniker-Azubis bei technischen Arbeiten mit Schaltplan

1. Juli 2024

Berufsinfos in einfacher Sprache: Die duale Ausbildung eignet sich für Jugendliche mit unterschiedlichen Voraussetzungen

Viele Jugendliche, die die Schule verlassen, sind sich über ihre berufliche Zukunft noch im Unklaren. Good news für Ihre SchülerInnen: Die Ausbildungsberufe der Metall- und Elektro-Industrie bieten allen AbsolventInnen gute berufliche Chancen, auch bei unterschiedlichen Voraussetzungen. Eine neue Überblicksseite in einfacher Sprache klärt über die vielfältigen Berufsfelder der Branche auf - und wie man mit wenigen Klicks in der Stellenbörse einen Ausbildungsplatz findet. Zielgruppe sind unter anderem junge Menschen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben. Außerdem gibt es zahlreiche Tipps für Teens, die ohne Abschluss dastehen. Für sie sind zweijährige Ausbildungsberufe besonders interessant. Selbstverständlich werden auch SchülerInnen mit mittlerem Abschluss und Abi auf dem Karriereportal fündig! Wer eine duale Berufsausbildung macht, schafft sie in aller Regel auch - die Bestehensquote bei der Abschlussprüfung liegt laut aktuellem Berufsbildungsbericht bei rund 90 Prozent. Die jungen Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt begehrt. Etwa acht von zehn werden von ihrem Ausbildungsunternehmen übernommen.

Durchs Ausprobieren wird MINT superspannend: auf der IdeenExpo 2024 in Hannover

27. Juni 2024

IdeenExpo: das MINT-Event der Superlative!

Rund 430.000 Besucherinnen und Besucher kamen zu Europas größtem Event für Technik und Naturwissenschaften, der IdeenExpo in Hannover. Auf 110.000 Quadratmetern erlebten Schülerinnen und Schüler Bühnenshows, Workshops und spektakuläre Experimente. In 14 Themenbereichen weckte das MINT-Festival Begeisterung für Tech-Karriere-Optionen. Das Spektrum war riesig: Im „HealthyPlanet“ standen Nachhaltigkeit & Gesundheit im Fokus, die MobilitätsMeile zeigte die Fortbewegung der Zukunft, und beim internationalen RoboCup ließen Teens ihre selbstprogrammierten Roboter gegeneinander antreten. Zu den Konzert-Highlights zählten STNA, PASSEPARTOUT, Paula Engels und Rap-Superstar Cro. Science YouTuber Jacob Beautemps resümierte die IdeenExo so: „Es ist für mich das eine Event, wo Wissenschaft und Technik richtig gefeiert werden. Das gibt’s meiner Meinung nach nirgends sonst auf der Welt, jedenfalls nicht in Deutschland.“ 

Die Coaches des Live Streams ME Berufe im Einsatz

13. Mai 2024

Die Zukunftsindustrie im Klassenzimmer - kostenfrei

Es gibt rund 40 sehr unterschiedliche Berufe in der Metall- und Elektro-Industrie - von technisch über kaufmännisch bis zu IT und Mikrotechnologie. Diese Vielfalt ist Jugendlichen oft nicht bekannt. Die Coaches Theresa und Tina zeigen im ca. 45-minütigen Live-Stream ME-Berufe, was die High-Tech-Industrie zu bieten hat und wie man einsteigt - zum Beispiel mit einem Praktikum. Der Stream ist interaktiv und auf die Bedürfnisse von jungen Menschen zugeschnitten. Mehr als eine gute Internetverbindung und ein Beamer sind dafür nicht erforderlich. Der Live Stream ME-Berufe ist kostenfrei. Er lässt sich entweder per Online-Formular für eine oder mehrere Schulklassen buchen. Oder Interessierte nutzen diesen Aktionstermin: Am 22. Mai um 16 Uhr gibt es einen offenen Live-Stream - einfach per E-Mail unter meberufe-stream@iwkoeln.de anmelden und dann den Zugangslink erhalten. 

Junger Fachinformatiker an einem grünen Arbeitsplatz

10. Mai 2024

Die Jobs der Zukunft sind digital und grün

Für den „Zukunftsjob-Report“ haben Forscher des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen (RWI) besonders dynamische Wirtschaftsräume - Berlin-Brandenburg, Hamburg, München, das Ruhrgebiet und das Rheinland - untersucht. Dort sind die Zukunftsberufe doppelt so stark gewachsen wie alle anderen sozialversicherungspflichtigen Jobs. Das gilt besonders für Softwareentwicklung und -programmierung, und dies wiederum vor allem in der Region Berlin-Brandenburg. Das Ruhrgebiet glänzt mit Hochbau und Bauplanung. Ein weiteres Ergebnis: Obwohl es in den Bereichen Energietechnik, Informatik und Softwareentwicklung mehr Bewerbungen gab, blieben hier auch mehr Stellen unbesetzt. „Die Berufe der Zukunft sind grün und digital“, schreibt das RWI. Zentrale Skills seien die, die etwas zu Dekarbonisierung und Digitalisierung beitragen könnten. 

Schülerin im Workshop am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie in Ilmenau

25. März 2024

KI-Workshops für Teens am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie

Bis zum 30. August können sich MINT-interessierte Jugendliche (9. bis 13. Klasse) um einen der 24 Plätze in den KI-Workshops des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie in Ilmenau (Thüringen) bewerben. Die Workshops finden vom 10. bis 13. Oktober statt. Dabei geht es um Deep Learning, Reinforcement Learning, Prompten und Programmieren. Als Ergebnis bringen die Schülerinnen und Schüler kleine Roboter dazu, auf einem Parcours zu laufen und Aufgaben zu lösen. Die Workshops werden durch ein vielseitiges Freizeitprogramm ergänzt. Der Unkostenbeitrag beträgt ca. 90 Euro.

Ausbilderin und Azubi im Gespräch

19. März 2024

Nachhilfeprogramme für Azubis sollen Abbrüche verhindern

In Deutschland endet etwa jeder vierte Ausbildungsvertrag vorzeitig, so der Befund des Berufsbildungsberichts 2023. Lernrückstände, Leistungseinbrüche in den MINT-Fächern, Schwierigkeiten mit Deutsch als Zweitsprache und weitere Faktoren tragen nach Beobachtung von Markus Kiss, Ausbildungsexperte bei der IHK, dazu bei. Um ihre Azubis zu unterstützen, haben Markus Kiss zufolge inzwischen 35 Prozent der IHK-Ausbildungsbetriebe eigene Nachhilfe-Programme. Dabei engagieren sich häufig Ruheständler für den Berufsnachwuchs. Die Programme umfassen beispielsweise betriebsinternes Mentoring, Hilfe beim Spracherwerb und Intensivtrainings für die Zwischenprüfung. Die Erfolgsquote ist hoch. 

Das Tool der Montag Stiftung für selbstorganisiertes Lernen, lernlog, läuft auf verschiedenen Endgeräten - hier: auf einem Tablet.

12. März 2024

Neues Tool der Montag Stiftung für selbstorganisiertes Lernen

Mehr als 20 Schulen der Sekundarstufe I und II entwickeln derzeit die neuartige Web-App lernlog der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft in einem partizipativen Prozess mit. Die Anwendung soll Lehrkräfte entlasten sowie den Jugendlichen gefragte Skills für Job und Studium vermitteln. Lernlog ist für selbstständiges, kollaboratives Lernen gedacht. Die Geschäftsführerin der lernlog gemeinnützige GmbH Myrle Dziak-Mahler erläutert: „Für Berufsschulen ist lernlog besonders geeignet, denn durch die Förderung der Selbstorganisation werden Schülerinnen und Schüler optimal auf das Berufsleben vorbereitet.“ Den Schultag strukturieren, To-dos anlegen, abarbeiten und Feedback von den Lehrkräften bekommen – all dies geschieht auf verschiedenen Endgeräten und DSGVO-konform. Lehrkräfte wiederum profitieren unter anderem von Dokumentations-, Filter- und Interaktionsfeatures. Als einer der nächsten Schritte ist die Integration von rechtssicheren KI-Systemen für die Schülerinnen und Schüler vorgesehen, kündigt Myrle Dziak-Mahler an. 

Auszubildender und Ausbilder an einer CNC-Maschine

4. März 2024

Was Jugendliche wollen: gutes Gehalt, Sicherheit und Sinn

Zwei Themenfelder beeinflussen Jugendliche bei der Ausbildungsplatzwahl ganz besonders: der Wunsch nach gutem Gehalt und Aufstiegschancen sowie das Streben nach sinnvoller Tätigkeit und Gemeinschaftsgefühl. Dies ergab eine Umfrage des Märkischen Arbeitgeberverbandes (MAV), an der rund 600 Jugendliche teilnahmen. Der MAV wollte auch wissen, welche mit welchen Benefits Betriebe bei jungen Leuten punkten. Ganz oben stand da die Mobilität, das heißt, ein Dienstauto oder ein gefördertes Jobticket. Ein auffälliger Befund ist der Wunsch der Jugendlichen nach persönlichem Kontakt, etwa durch Praktika, Empfehlungen, ein persönliches Bewerbungsgespräch sowie Kontakt zu Ausbildern und anderen Azubis. Exakt die Hälfte der Befragten ist unschlüssig, ob eine duale Ausbildung das Richtige für sie ist. Zu den Faktoren, die sie von einer Ausbildung abhalten, zählen Zukunftsängste sowie gefühlte mangelnde persönliche und fachliche Reife. In der Metall- und Elektro-Industrie sind bei insgesamt 25.000 Betrieben inzwischen 14.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Unter anderem durch die Firmendatenbank Stellen & mehr sollen Jugendliche und Betriebe besser zueinander finden.

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger

1. März 2024

Wissenschaftliche Begleitung des Startchancenprogramms soll Schulen unterstützen

Die Förderrichtlinie für die wissenschaftliche Begleitung des Startchancen-Programms ist nun veröffentlicht. Sie soll dafür sorgen, dass das Vorhaben „als lernendes Programm größtmögliche Wirkung erzielen kann“, erklärte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger gestern. Die Begleitung erfolgt eng mit den Akteuren vor Ort, unterstützt Länder und Schulen und erlaubt es, in den nächsten zehn Jahren bei Bedarf gezielt nachzusteuern. Sie soll außerdem zeigen, wie sich der starke Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft aufbrechen lässt. Die Förderrichtlinie für die wissenschaftliche Begleitung ist das Ergebnis von Beratungen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Bildungspraxis. Als nächstes schreibt das Bundesbildungsministerium die externe Evaluation des Startchancen-Programms aus.

19.2.2024

didacta 2024: United Robotics Group zeigt Robotik für die Bildung

Die United Robotics Group (URG) zeigt auf der Bildungsmesse didacta (20.-24. Februar 2024, Köln) ihr Robotik-Portfolio speziell für den Bildungssektor. Großes Potenzial für den Servicerobotik-Einsatz sieht die URG zum Beispiel in den Bildungsbereichen Programmieren, Spracherwerb und Fachunterricht. Mit Robotern und Lernprogrammen ließen sich gerade in naturwissenschaftlichen Fächern die Motivation und Kreativität fördern, sagt Nadja Schmiedl, CTO der United Robotics Group: „So wollen wir den Nachwuchs fit für die Zukunft machen – und zwar unabhängig von Herkunft oder Ressourcen.“ Die URG ist auf der didacta in Halle 06.1 an Stand F-091 mit ihren freundlichen humanoiden Robotern Pepper und Nao vertreten. Diese haben sich sich bereits seit Jahren im Bildungssystem bewährt, neuerdings auch in Kombination mit ChatGPT.

10.2.2024

BMBF fördert Pilotprojekte zur Begabtenförderung für die berufliche Bildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit Pilotprojekten bei den Begabtenförderungswerken erstmals Stipendien für Azubis. Der Parlamentarische Staatssekretär Jens Brandenburg erklärte: „Wir machen ernst mit der Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung.“ In einer mehrjährigen Pilotphase sollen rund 1.000 vielversprechende Azubis Stipendien erhalten. Bewerbungen sind vor bzw. im frühen Verlauf der Ausbildung direkt bei den beteiligten Begabtenförderungswerken möglich. Der erste Bewerbungszeitraum liegt voraussichtlich im Frühsommer 2024. Das Stipendium besteht aus 300 Euro monatlich sowie einer ideellen Förderung zur Persönlichkeitsentwicklung und Vernetzung. Einige Werke bieten zudem Unterstützung für Auslandsaufenthalte an.

07.12.2023

Gesamtmetall zu PISA: „Schulen müssen Prioriät bekommen“

Für den Arbeitgeberverband Gesamtmetall und die Gewerkschaft IG Metall sind die PISA-Studienergebnisse alarmierend. „Schulen müssen die Priorität bekommen, die das Thema Bildung verdient“, betonen die Tarifparteien der Metall- und Elektro-Industrie. „Das gilt für allgemeinbildende Schulen ebenso wie für die Berufsschulen.“ Die PISA-Studie belegt bei den mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen ein noch niedrigeres Niveau als in den Vorjahren. Gesamtmetall verwies auf tieferliegende Probleme: „Dass jedes Jahr 50.000 junge Menschen ohne Schulabschluss die Schule verlassen, ist ein unerträglicher Zustand. Um diese jungen Menschen müssen wir uns rechtzeitig kümmern“, sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander (im Bild).

06.12.2023

Initiative „Finanzielle Bildung“ geht an den Start

Die Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie für Finanzen stellten gestern in Berlin die ersten Meilensteine der Initiative Finanzielle Bildung vor. Dazu zählt die Förderrichtlinie zur Forschung zu finanzieller Bildung. Sie soll für Erkenntnisse sorgen, um die finanzielle Kompetenz in allen Bildungsbereichen und in jedem Lebensalter zu stärken. Zudem werden auf der Plattform „Mit Geld und Verstand – Finanzielle Bildung zahlt sich aus“ die öffentlichen Angebote zu finanzieller Bildung gebündelt, darunter die der Deutschen Bundesbank, der Deutschen Rentenversicherung Bund und vieler Ministerien. Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger erklärte: „Finanzielle Bildung ist ein wesentlicher Teil der Allgemeinbildung und begleitet uns durch das ganze Leben.“ Finanzminister Christian Lindner ergänzte: „Ziel ist, dass jeder ‚mit Geld und Verstand‘ Entscheidungen treffen kann.“

November 2023

Stifterverband mit „Masterplan“ gegen Lehrkräftemangel

Der Lehrkräftemangel könnte nach Ansicht des Stifterverbands durch Reformen des Lehramtsstudiums und der Weiterbildung gemildert werden. Sein „Masterplan“ zur Lehrkräftebildung enthält 75 Vorschläge. So sollen die Bundesländer mindestens so viele Lehramtsstudienplätze vorhalten, dass sich der prognostizierte Bedarf mit den AbsolventInnen decken lässt. Stipendien und Ein-Fach-Studiengänge sollen den Zugang zum Beruf erleichtern. Wer angehende Lehrkräfte ausbildet, soll regelmäßig auch an Schulen unterrichten, so wie ausbildende MedizinerInnen ebenfalls praktisch tätig sind. Der Stifterverband wünscht sich von der Politik, die Attraktivität des Lehrerberufs zu erhöhen, etwa durch leichtere Laufbahnwechsel zwischen den Schularten und Fortbildungspflicht - auch hier ähnlich wie bei ÄrztInnen, die innerhalb bestimmter Zeitspannen Fortbildungspunkte nachweisen müssen.